IBM kommt gestärkt aus der Krise

In dieser kurzen Zusammenfassung beziehen wir uns wieder auf einen Artikel der Computerwoche zum Thema Mainframe. Wolfgang Herrmann geht darin darauf ein, wie sich die Krise auf IBM ausgewirkt hat. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass IBM weniger Schaden genommen hat, als anzunehmen war. Dies wird u.a. darauf zurückgeführt, dass IBM das “Quasi-Monopol” wie Herrmann es nennt, ausbauen konnte. Fujitsu-Siemens war mit der BS2000 nie ein wirklicher Konkurrent und hat wohl nur noch in Nischen eine Chance bestehen zu bleiben. IBM hingegen stellt sich auf die Änderungen am Markt bestmöglich ein. Dabei sollen die angekündigten z11-Systeme der “z Series” neuen Schwung ins Geschäft bringen. Und auch wenn IBMs Mainframe-Umsätze rückläufig sind: kleinere Mainframe-Umgebungen werden konsolidiert oder migriert, doch große Umgebungen wachsen stetig weiter.

Lesen Sie den kompletten Artikel im Original auf computerwoche.de.

Die Rückkehr der Jedi-Assembler

Einen sehr informativen, witzigen und kurzweiligen Text von Gina Hardebeck veröffentlichte die Computerwoche Ende Oktober 2009 und dass obwohl es um ein eher trockenes Thema geht: Die Nachwuchssorgen der Großrechnerbranche.

Immer weniger Informatikstudenten entscheiden sich für die Mainframe-Schiene. Den typischen Mainframe-Programmierer stellt man sich fast immer als in die Jahre gekommenen Kauz vor, der sich so langsam auf die Rente vorbereitet. Und wenn man sie auf Mainframes anspricht, sprechen sie gerne von der Vergangenheit, als es noch Lochkarten gab und dass sie diese Zeit noch mitgemacht haben. So als ob Opa vom Krieg erzählt.

Umso überraschter ist man wohl, wenn man sich das Gemeinschaftsprojekt von CA und der TU Prag anguckt. Dort trifft man Mittzwanziger, die mal so gar nicht nach Mainframe aussehen. Doch sie haben die Zeichen der Zeit erkannt, denn Nachfolger für die Babyboomer werden dringend gesucht und wer Spaß an der Sache hat, hat einen festen Job sicher. Oder anders ausgedrückt: Die Jedi-Assembler kehren zurück, um dem verstaubten Image der schwarzen MIPS-Meister entgegenzuwirken.

Das Video “Mainframe is Alive and Kicking” (www.youtube.com/watch?v=MpYlQi5bz9U) stellt mehrere junge Informatiker vor, die sich für eine Karriere als Mainframe-Spezialist entschieden haben. Hier begegnet uns auch Mark Rodmell wieder, der in dem Clip für die Generation YouTube gesteht, auch er habe Mainframes zunächst mit Labormantel und Clipboard assoziiert.

Gina Hardebecks Artikel finden Sie wie gewohnt auf computerwoche.de.

Mainframe-Experten Mangelware: Zu viele Vorurteile bei deutschen Professoren

Wieder einmal befasst sich ein Autor mit dem Thema Nachwuchssorgen im Mainframesektor.
Die Ausbildung des Nachwuchses für Großrechner war auch bei der Jahrestagung der GSE (Guide Share Europe)-Jahrestagung Thema.
Dabei solten die überdurchschnittlichen Aufstiegs- und Gehaltsaussichten Ansporn für Informatikstudenten sein, sich mit dem Host auseinanderzusetzen.

Wilhelm Spruth, Professor an der Fakultät für Mathematik und Informatik, Institut für Informatik, Abteilung Computersysteme der Universität Leipzig sagte, in Deutschland böten zirka 100 Hochschulen eine Informatikausbildung an. 50 Prozent davon seien Universitäten, die andere Hälfte rekrutierte sich aus Fachhochschulen. Lediglich 20 dieser Hochschulen würden im Zuge der Informatikausbildung auch Themen aus der Großrechnerwelt behandeln. Spruth macht für dieses Manko “die negative Einstellung zu Mainframes bei Professoren” aus. Diese sei “immer noch verbreitet”. Keine Vorurteile hätten hingegen Studenten gegen die oft auch als Dinosaurier verschrienen Systeme. Das liegt nach Spruth schlicht und einfach daran, dass für Studenten etwa das Mainframe-Betriebssystem z/OS ein Fremdwort sei. Studenten haben, so der Professor, in ihrer beruflichen Ausbildung “noch nie etwas von Mainframes gehört”.

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