Unternehmen verschwenden IT-Ressourcen

Eine Umfrage zum Status quo in der Software-Entwicklung weist auf deutliche Unterschiede zwischen europäischen Regionen hin. Übereinstimmung herrscht indes darin, dass Individualentwicklung wichtig bleibt, Cloud-Enabling auch für Legacy-Anwendungen Pflicht wird und Entwickler zu stark von Nebensächlichkeiten abgelenkt werden.

Welche Ziele verfolgen IT-Organisationen in der Software-Entwicklung? Die Marktforscher der IDG Business Media GmbH haben im Auftrag des niederländischen PaaS-Providers Apprenda 270 IT-Manager in Großbritannien, Benelux, Skandinavien und der DACH-Region (Deutschland/Österreich/Schweiz) befragt. Die Ergebnisse weisen auf regionale Unterschiede hin.

Das beginnt schon bei der grundsätzlichen Einschätzung von IT. Die Briten sehen darin einen Hebel für Umsatzwachstum, dagegen hoffen die Benelux-Länder, teilweise auch Skandinavien und die Länder der DACH-Region vor allem auf Effizienz in den betrieblichen Prozessen. Mehr Kundenzufriedenheit versprechen sich vor allem die skandinavischen Länder vom IT-Einsatz, doch auch die anderen Umfrageteilnehmer haben den Kunden fest im Blick.

Individualsoftware bleibt relevant

Wie stark gelten selbstentwickelte Anwendungen als Mittel, um diese jeweiligen Ziele zu erreichen? In allen Regionen spielt Individualsoftware eine wichtige oder sehr wichtige Rolle – in UK noch ein bisschen mehr als in den anderen Regionen. Offenbar sind die meisten Unternehmen weit davon entfernt, ihre IT-Anforderungen vollständig mit Standardsoftware abzudecken – egal ob on premise oder im SaaS-Modell.

Geht es darum, die strategischen IT-Initiativen zu priorisieren, fallen die Vorlieben regional unterschiedlich aus. Skandinavier und Briten sind vor allem interessiert, die Produktivität ihrer Entwickler zu verbessern – ein Wunsch, der die IT-Manager aus der DACH-Region und den Benelux-Ländern nicht so stark umtreibt. Dort geht es eher darum, die Deployment-Architekturen und -Prozesse zu optimieren – übrigens auch für die Skandinavier ein wichtiges Thema – und in der App-Entwicklung schneller auf Marktbedürfnisse reagieren zu können.

Unterschiedliche Meinungen zu Cloud Computing

Überraschend groß sind die Unterschiede zwischen den europäischen Regionen, wenn es um die Einschätzung der Cloud geht. Während die Briten zu fast 70 Prozent sagen, Cloud Computing sei sehr wichtig, wenn nicht sogar kritisch für ihre IT-Strategie, sind die anderen Regionen zurückhaltender. Knapp die Hälfte der IT-Manager aus Skandinavien und Benelux teilen die Meinung der Briten, aber nur 36 Prozent der Deutschen. Insgesamt sind dennoch 47 Prozent der Befragten der klaren Meinung, die Cloud sei kritisch oder sehr wichtig, um strategische Unternehmensziele zu erreichen.

Der Hybrid Cloud gehört die Zukunft

Der Schwerpunkt des Interesses liegt überall auf Private- und Hybrid-Cloud-Architekturen. Die Public Cloud spielt vor allem in der DACH-Region eine untergeordnete Rolle, während sich immerhin je ein knappes Viertel der Briten und der Skandinavier auch dafür erwärmen können. Grundsätzlich deutet aber alles daraufhin, dass sich die Anwenderunternehmen auf eine Hybrid-Cloud-Zukunft einrichten, zumal bestimmte Aufgaben aus regulatorischen, finanziellen oder auch prozessualen Gründen wohl nie in der Public Cloud abgebildet werden können oder dürfen.

Cloud-Enabling der Legacy-Anwendungen ist Pflicht

Gefragt, ob bestehende Anwendungen Cloud-fähig gemacht oder entsprechende Applikationen nativ neu entwickelt werden sollten, sind die Meinungen eindeutig: 65 Prozent der Briten meinen, sowohl neue als auch bestehende Anwendungen müssten im SaaS-Modell bereitgestellt werden. Auch in Benelux und Skandinavien sprechen sich Mehrheiten dafür aus, in Deutschland sind immerhin 46 Prozent dieser Meinung. Damit ist klar: In den europäischen Regionen besteht Einigkeit darin, dass vorhandene Software Cloud-fähig gemacht werden muss und eine andere Form des Betriebs über kurz oder lang nicht mehr akzeptiert wird.

Legacy-Anwendungen bleiben im Einsatz

Die Umfrage diente auch dazu herauszufinden, wie der Status quo in Sachen Infrastruktur derzeit aussieht. Demnach haben die Skandinavier und die Teilnehmer aus der DACH-Region tendenziell weniger individuell entwickelte Anwendungen im Einsatz als die Briten und die Benelux-Länder. Außerdem sind die Rechenzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich besser gemanagt und ausgelastet als in Großbritannien und den Benelux-Ländern. Viele Legacy-Systeme auf der Basis alter Programmiersprachen wie Cobol und RPG finden sich noch bei den Briten und in den Benelux-Ländern, während die Skandinavier und die IT-Verantwortlichen aus der DACH-Region hier schon aufgeräumt haben. Entsprechend ist die Neigung, viele Entwickler zu beschäftigen, dort am größten, wo der Bestand an Legacy-Systemen hoch ist.

Software kommt zu langsam in den Betrieb

Wie schnell bringen Softwareentwickler ihre Anwendungen aus der Testphase in den produktiven Betrieb? Auffällig ist, dass 28 Prozent der Umfrageteilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum keine Antwort darauf haben, während die Briten bei dieser Frage nur zu vier Prozent passen. Auf der Insel sagen 30 Prozent, sie bräuchten nur Tage, 40 Prozent brauchen Wochen und 14 Prozent Monate. Immerhin sind neun Prozent „binnen Minuten“ so weit; in Skandinavien fühlen sich sogar zehn Prozent agil genug für eine minutenschnelle Inbetriebnahme.

Entwickler müssen sich mit Nebenschauplätzen beschäftigen

Ein insgesamt betrübliches Bild zeigt der Blick auf die Effizienz der Entwickler. Gefragt, wie viel Arbeitszeit für Anforderungen, die nichts mit der Softwarefunktionalität zu tun haben (zum Beispiel Autorisierung, Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit oder Provisionierung), aufgewendet werden muss, liegt das Gros der Antworten bei Werten zwischen 20 und 60 Prozent. Lediglich im deutschsprachigen Raum und in Skandinavien gibt es mit 22 beziehungsweise 16 Prozent einen nennenswerten Anteil an Entwicklern, die für solche Tätigkeiten weniger als 20 Prozent ihrer Arbeitszeit aufwenden müssen.

Infrastruktur bindet zu viel Aufmerksamkeit

Auffällig ist auch die starke Abhängigkeit der in Betrieb befindlichen Anwendungen von der zugrundeliegenden IT-Infrastruktur. In keiner der Regionen sind die Unternehmen heute so weit, dass sie hier Flexibilität erreicht hätten. In aller Regel besteht eine starke oder zumindest moderate Abhängigkeit von der Infrastruktur – in der DACH-Region mehr noch als anderswo. Damit steht die IT-Infrastruktur, die Unternehmen keinerlei Wettbewerbsvorteile bringt, noch immer stark im Mittelpunkt der IT-Bemühungen.

Auch wenn es darum geht, automatisiert Workloads zu verteilen und die Einhaltung von Compliance-Richtlinien automatisiert zu kontrollieren, fördern die Umfrageergebnisse Alarmierendes zutage. In allen Regionen ist die Mehrheit der Befragten vollständig oder teilweise abhängig von manuellen Prozessen. Besonders auffällig ist das in Großbritannien und Skandinavien, während in Deutschland, Österreich und der Schweiz immerhin 39 Prozent der Umfrageteilnehmer sagen können: Die Mehrheit dieser Prozesse ist automatisiert.

Self Service ist für Entwickler noch nicht selbstverständlich

Die auffälligsten Unterschiede zwischen den Regionen finden sich beim Thema Self-Service. „Statten Sie Ihre Entwickler mit einem Self-Service-Zugang zu Ihrer IT-Infrastruktur aus“, lautete die Frage, auf die 60 Prozent der IT-Manager aus der DACH-Region mit Nein antworteten. Briten, Skandinavier und Anwender aus den Benelux-Ländern sind hier deutlich weiter: Rund zwei Drittel antworten hier jeweils mit einem klaren Ja. Interessanterweise halten aber nahezu alle Umfrageteilnehmer den Self-Service-Zugang zu Rechenressourcen, Tools und Anwendungsservices für sehr wichtig.

Quelle: Computerwoche

Sysware erweitert Portfolio mit Mitfahrzentrale

Der Mainframe-Spezialist sysware, ein führender Software-Anbieter für IBM-Großrechner, erweitert sein Angebot mit Comovee, einer Mitfahrzentrale für Unternehmen und Organisationen.

Für den kartenbasierten Dienst zur Vereinfachung des Pendelns zum Arbeitsplatz konnte sysware die Firma Fasterminds als strategischen Partner gewinnen. Fasterminds besitzt langjährige Erfahrung bei der Entwicklung von reichweitenstarken Onlinediensten und konzipiert erfolgreich nachhaltige Mobilitätslösungen für Gemeinden und Firmen. Weiterlesen

Missverhältnis zwischen Lehrplanangebot und Nachfrage bei COBOL

Nur noch 27% der weltweit befragten Universitäten gaben an, dass die Programmiersprache COBOL noch eine Rolle in den Lehrplänen spielt.
Micro Focus gab diese Studie in Auftrag und fordert nun, dass die Bedeutung wieder wachsen muss.

Da die Generation, die mit COBOL groß geworden ist mit und mit in Rente geht, steigt die Nachfrage nach Fachkräften zunehmend.
Zusammen mit FORTRAN gilt COBOL als die älteste noch verbreitete Programmiersprache.

Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen: heise.de

 

Europas schnellster Supercomputer steht wieder in Jülich

wie heise.de meldet, steht der schnellste Supercomputer Europas wieder in Jülich. Der Name dlautet diesmal JUQUEEN.

Einige erinnern sich sicher noch an einen der Vorgänger, JUBL, der damals auch als schnellster Computer Europas galt und ebenfalls bis 2008 im Jülicher Forschungszentrum stand. Auf ihn folgte JUGENE als zweitschnellster zivil genutzer Supercomputer. JUGENE wurde 2012 durch JUQUEEN abgelöst.

„Zur offiziellen Einweihung des JUQUEEN haben die Betreiber noch etwas zugelegt. In der neuen Ausbaustufe mit 28 Racks, 1024 Knoten pro Rack und 16 Prozessorkernen pro Knoten zuzüglich einem weiteren Kern für das Betriebssystem: In Summe 458.752 Cores. Damit soll der Supercomputer auf 5,9 PetaFlop/s Spitzenleistung kommen – fast 6 Billiarden Floatingpoint Operations pro Sekunde. Mit einer Energieeffizienz von 2,1 GFlops/W nimmt JUQUEEN einen Spitzenplatz in der Green500 ein als „sparsamster“ Rechner, der ohne zusätzliche Rechenbeschleuniger auskommt.“

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen: heise.de